Vergeben und verzeihen

»Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.«

Mahatma Gandhi

Ich hab's geahnt!

Entsetzt stehen Sie da

Sie sind enttäuscht und entsetzt. Vielleicht haben Sie etwas heraus bekommen oder Sie haben einander zu oft verletzt. Das schmerzt und bringt Ihr Gefühlsleben heftig durcheinander und Sie fragen sich, ob und wie es weiter gehen kann.

Das Gespräch suchen

Die Gedanken rasen und von Vergebung kann erst einmal keine Rede sein. Zuerst einmal braucht Ihre Verletzung und das Entsetzen Raum, um die Situation zu klären. Viele Fragen quälen Sie. Vor allem aber die Frage, wie Sie jemals wieder vertrauen und verzeihen können. Dabei ist es wichtig, das Gespräch zu suchen, auch wenn es unangenehm ist.

Die Situation bearbeiten

Dabei stehe ich Ihnen neutral und vorurteilsfrei zur Seite. Ich suche nicht eine schuldige Person, sondern begleite Sie in Ihrer Fragestellung. Nach einigen Treffen kann eine Gesprächsebene entstehen, die Sie vorsichtig aufeinander zugehen lässt.

Vergessen Sie nicht

Einfach „vergeben und vergessen“? – Das können Sie vergessen! Das geht nicht! Aber vielleicht können Sie das Erlebte bearbeiten und wenn es gut läuft auch überwinden. Wieder Vertrauen aufbauen und verzeihen braucht Zeit. 

Wichtig ist sicherlich, dass Sie einen ehrlichen Zugang zu Ihren Gefühlen haben. Enttäuschung, Trauer und Wut sollten nicht unterdrückt werden, sondern ihren Raum bekommen. Ein Dialog entsteht erst nach einiger Zeit. Verzeihen ist eher ein Prozess, als ein einmaliges Aussprechen. Dann ist es ehrlich und von Dauer. Es muss also nicht alles sofort gelingen.

Wolfgang Konietzko