einige Gedanken zu den HSP Kindern

In unserem Vortag habe ich versucht darzustellen, wie hochsensible Kinder wahrnehmen können, um durch dies Hintergrundwissen ein besseres Verständnis für ihre Verhaltensweisen zu fördern.
Im Nachhinein habe ich mich gefragt, ob ich mich nicht ständig wiederholt habe mit der Forderung: „Akzeptiert die Kinder endlich so, wie sie sind!“ – Weil einfach so viel für die Kinder von der Einstellung und Bewertung der Eltern und anderer Bezugspersonen abhängt.
Eine Freundin bestätigte das wohl, meinte aber, ich hätte eben auch passend beschrieben, wie man das praktisch umsetzt.
Dazu einfach noch mal ein paar Notizen:

Erst einmal sollte man negative Aussagen einfach bleiben lassen, wie zum Beispiel:
“ Ach stell dich doch nicht so an.“ „Das ist doch nicht so schlimm.“ „Du bist aber empfindlich.“ „Legt dir mal ein dickeres Fell zu“. – Sicherlich hat manch einer als Erwachsener noch solche Sätze in unangenehmer Erinnerung.
Die Kinder profitieren davon, wenn wir auf ihre starken Seiten schauen: oft sind sie mitfühlend, intuitiv, kreativ, umsichtig, freundlich, geduldig, gewissenhaft, einfühlsam, haben einen starken Gerechtigkeitssinn, sind an vielen Fragen des Lebens interessiert,… Schauen Sie doch einmal genau hin, welche besonderen Eigenschaften ihr Kind hat!

Und wenn die hochsensible Wahrnehmung mal wieder störend auffällt, kann man darüber reden, z.B.: „Ich merke, dass es hier gerade viel zu laut ist. Das fühlt sich für dich bestimmt nicht gut an.“ „Du fühlst dich gerade sehr geärgert, erzähl doch mal, was los ist.“ Dabei soll deutlich werden, dass wir die Empfindungen der Kinder nicht abwerten, sondern wahrnehmen und es in seiner Person ernst nehmen. Damit geben wir den Kindern die Chance, anders zu reagieren und sich mit ihren Empfindlichkeiten selbst besser anzunehmen und selbstbewusster zu entwickeln.