Vertrauen zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht!

Beitrag vom 15. April 2023

Vertrauen lässt uns lächeln und gelassen auf die Situation schauen. Jeder Mensch möchte Vertrauen geschenkt bekommen. Schon Kinder brauchen es, dass man ihnen etwas zutraut. Kultiviert man Vertrauen in einer Partnerschaft oder Gruppe, entsteht Freiraum für Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft.

Vertrauen verbindet!

Ständig müssen wir kontrollierend nachfragen. In der Partnerschaft, in Gruppen und am Arbeitsplatz. Hat mein Gegenüber auch alles richtig gemacht und bedacht? Hinter diesem vermeintlichen „Mitdenken“ steht aber der Gedanke des Misstrauens und der Kontrolle. Was passiert, wenn wir anstelle eines kontrollierenden Nachfragens bewusst Vertrauensaussagen machen. Das wurde unter anderem von J. Zack und seinem Forschungsteam gut beschrieben. Sie untersuchten Angestellte in verschiedenen Unternehmen und deren Arbeitsweise. Je stärker ihnen vom Arbeitgeber Vertrauen entgegengebracht wurde, desto höher war ihre Arbeitsleistung.

Vertrauen kultivieren!

Kultivierte man im Arbeitsumfeld eine Vertrauenskultur, konnte man feststellen, dass die Mitarbeitenden längerfristig im Unternehmen blieben und sogar im Freundeskreis dafür warben. In solchen Betrieben konnte man 40% weniger Burnout feststellen als in vergleichbaren Unternehmen. Stresssituationen wurden gemeinsam gemeistert und es entstand ein aktiveres Mitdenken.

Das Team von J. Zack beobachtete in diesem Zusammenhang die Ausschüttung des „Kuschelhormons“ Oxytocin, das uns eher von Liebesbeziehungen bekannt ist. Je mehr den Menschen Vertrauen entgegengebracht wurde, desto höher war der Hormonspiegel nachweisbar. Vielleicht sprach man weniger von einer kuscheligen Atmosphäre, sondern eher von einem grundsätzlichen Wohlbefinden. Man hat das Gefühl ernst- und wahrgenommen zu werden.

Vertrauen stiften!

Es ist weniger entscheidend, wie vertrauensvoll eine Person ist, als die Frage, wie viel Vertrauen ich einer Person schenke. In Beziehungen ist Misstrauen ein echter Killer, der uns entkuschelt und ein sachlich, kritisches Nebeneinander schafft. Besonders nach einer größeren Enttäuschung ist das Schaffen einer vertrauensvollen Beziehung Hauptaufgabe. Auch hier funktioniert es nicht durch Vertrauensbeweise, es gelingt durch das neue Schenken von Vertrauen, auch wenn ich enttäuscht wurde.

Schenkt mir jemand Vertrauen, der aus gutem Grund an mir zweifelt, ist das entspannte Lächeln nicht mehr weit entfernt. Fangen wir also neu an, Vertrauen zu etablieren. Durch die anstehende Ausschüttung von Oxytocin wird man auf Dauer emphatischeres Verhalten und selbstloseres Handeln beobachten können. Sprechen wir einander Vertrauen aus, verändern wir mehr als wir denken.