Seelenfitness trainiert Menschlichkeit!

Beitrag vom 01. Juni 2023

Wir trainieren unseren Körper, um fit zu bleiben und üben uns darin, auch im Denken beweglich zu bleiben. Wie wäre es mit Seelenfitness?

Der Körper, ein Bewegungsapparat!

Seelenfitness ist uns fremd, körperliche Fitness ist uns vertraut. Für einen gesunden Geist und eine gesunde Seele brauchen wir einen gesunden Körper! Wer seine Gesundheit im Blick behält, wird immer auf Dauer merken, dass sein Körper kein Sitzapparat ist. Wer jeden Abend mit dem Sofa verschmilzt, läuft Gefahr, mehr „Rücken“ zu bekommen als nötig. Da uns das klar ist, bewegen wir uns auf unterschiedlichste Weise, mit mehr oder weniger Begeisterung. Die Quintessenz ist sehr einfach: Wir achten darauf, uns körperlich zu fordern, um beweglich zu bleiben und das Leben genießen zu können.

Das Gehirn, ein Denkapparat!

Auch bei der Nutzung unseres Gehirns ist uns klar, dass stupides Konsumieren unserem Gehirn nicht nützt. Jüngere sind lernbegierig und der Kopf hat freilich zu tun. Je älter wir werden, desto erfahrener sind wir und desto mehr sind sind wir in Gefahr, zu wenig zu lernen. Deswegen fordern wir uns auch hier und wagen uns an Dinge heran. Ich war sehr beeindruckt, als mir eine über 80jährige Freundin erzählte, wie sie sich immer wieder fordert. Sie merkt, dass sie z.B. einige Mühe hat, sich im Flughafen von Shanghai alleine zurechtzufinden. Aber sie geht es an, um sich lebendig zu halten und zu fühlen.

Die Seele, ein Menschlichkeitsapparat!

Empathie, Gestaltungswille, Verständnis für Andersdenkende – all diese Sachen sind nicht einfach da oder vergrößern sich automatisch. Auch hier brauche ich anscheinend die Entscheidung zur Menschlichkeit als Seelenfitness. In diesem Zusammenhang wurde mir ein Satz von Albert Schweizer zugetragen. Er lautet folgendermaßen:

„Geistige Macht haben wir nur, wenn die Menschen uns anmerken,
dass wir nicht kalt nach ein für allemal festgelegten Prinzipien entscheiden,
sondern in jedem einzelnem Fall um unsere Menschlichkeit kämpfen.“

Jetzt möchte ich gerne einen dreiseitigen Artikel darüber schreiben, denn der Satz inspiriert mich zur Menschlichkeit. Erst einmal gefällt mir der Gedanke des Kämpfens. Wir kämpfen mit uns selbst um Menschlichkeit, ähnlich wie wir unseren Körper trainieren. Wir überwinden so jede Kälte, die vielleicht prinzipiell richtig ist. Das Maß dabei sind die Menschen, die uns das anmerken. Trainieren wir doch einmal mit Seelenfitness unsere Menschlichkeit und schauen auf die Reaktion der Menschen.