Akzeptanz hochsensibler Kinder

Beitrag vom 21. Juni 2019

Hochsensible Kinder (nicht nur die) brauchen Akzeptanz. Sie wollen und können Ihre eigene Welt entdecken. Durch aktive Akzeptanz werden sie gefördert.

 Akzeptieren Sie Ihr hochsensibles Kind so, wie es ist! 

Es hängt einfach so viel für die Kinder von der Einstellung und Akzeptanz der Eltern und anderer Bezugspersonen ab. Wenn Sie sich auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Kindes einstellen und sich entsprechend verhalten, sind Sie wichtiger als ein iPhone. Sagen Sie einfach: „Mein Kind ist hochsensibel und das ist gut so!“

Kein Kind braucht negative Sätze!

Kennen Sie die Szene? Ein Kind ist hingefallen oder hat sich gestoßen. Natürlich wissen Eltern, dass sie jetzt nicht den Rettungshubschrauber rufen müssen. Das Kind braucht Trost und manchmal ist es uns gerade zu viel. Wir versuchen, das Kind abzulenken. Ablenkung bedeutet aber auch, dass wir es nicht ernst nehmen. Niemand, auch Sie nicht, möchte doch ausgelacht oder übergangen werden. Gerade hochsensible Kinder spüren das.

Oder wir sagen Sätze wie zum Beispiel:“Stell dich doch nicht so an.“ oder  „Das ist doch nicht so schlimm.“ oder  „Du bist aber empfindlich.“ Oder wir geben den gut gemeinten und sehr schlecht gemachten Rat: „Legt dir mal ein dickeres Fell zu“. Mal zurück gedacht. Kennen Sie die Sätze auch von früher? Sicherlich hat manch einer als Erwachsener noch solche Sätze in unangenehmer Erinnerung. Warum sollte der Satz dann für Ihr hochsensibles Kind positiv sein?

Positive Sätze sind gelebte Akzeptanz!

Alle Kinder profitieren davon, wenn wir ihnen ihre starken Seiten bewusst machen. Das gilt in besonderer Weise auch für hochsensible Kinder. Denn gerade sie sind oft mitfühlend, intuitiv, kreativ, umsichtig, freundlich, geduldig, gewissenhaft, einfühlsam, haben einen starken Gerechtigkeitssinn, sind an vielen Fragen des Lebens interessiert. Das ist ganz schön viel und ganz schön schön! Schauen Sie doch einmal genau hin, welche besonderen Eigenschaften davon Ihr Kind hat! Diese Dinge besonders herauszustellen, hilft den Kindern und Ihnen, mit den anstrengenden Seiten besser umzugehen.

Nichts schönreden, aber zugewandt sprechen: Du bist akzeptiert!

Und wenn die hochsensible Wahrnehmung mal wieder störend auffällt, kann man darüber reden! Sie können sagen: „Ich merke, dass es hier gerade viel zu laut ist. Das fühlt sich für dich bestimmt nicht gut an.“  oder „Du fühlst dich gerade sehr geärgert, erzähl doch mal, was los ist.“ Dabei darf deutlich werden, dass wir die Empfindungen der Kinder nicht abwerten, sondern wahrnehmen und es in seiner Person ernst nehmen. Damit geben wir den Kindern die Chance, anders zu reagieren und ihre hochsensible Seite anzunehmen. Wenn ich ein inneres Ja in mir spüre, fällt es mir leichter, mich selbstbewusster zu entwickeln.